Unzucht

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Mit ihrem zweiten Album„Rosenkreuzer“ meldeten sich Deutschlands dunkelste Rock-Durchstarter ohne Verschnaufpause zurück in den Playlisten der Republik, stürmten die Albumcharts– und untermauerten ihren Ruf als packende Live-Band mit einer Headliner-Tour durch einige der renommiertesten Clubs des Landes.

Selbst ohne mit Superlativen um sich zu werfen, kann man den bisherigen Werdegang des niedersächsischen Rockquartetts Unzucht, das Einflüsse aus Gothic, Industrial und Metal in seinem Sound mit überaus melodischen Gesangslinien kombiniert, durchaus als beeindruckend bezeichnen. So spielte die Unzucht zunächst eine Tour mit MONO INC., dann eine Tour mit Megaherz, dann alle Dark End Festivals2012, dann Anfang2013 die umjubelte Co-Headliner-Tour„Darkness Kills“ mit ihren Freunden Lord Of The Lost und schließlich2013/2014 ihre eigene „Rosenkreuzer“ Tour vor Tausenden von Fans.

Unzüchtige Historie: Nicht zuletzt in den Web-TV-Folgen der bandeigenen Youtube-Serie„Das Gothic-Internat“ bekommt man einen bisweilen verstörenden Eindruck hinter die Kulissen der Unzucht. Was hat es mit ihrer ausgeprägten Sprache auf sich, die von den Fans bereitwillig angenommen wird? Wer oder was sind Schrakk und Schnizzle? Warum wird Schrakk bereits auf Buttons an unzähligen schwarzen Taschen durch die Straßen der Republik getragen? Fragen, die nicht ohne aufwendige Recherchen in der Historie der Unzucht beantwortet werden können. Es begab sich zu der Zeit um2009, als in De Clercq, seines Zeichens unzüchtiger Gitarrist und Electro-Tüftler , ein Plan zu reifen begann. Unter einem nicht mehr zu rekonstruierenden Vorwand lockte er den halbspanischen Sänger Der Schulz, nur Minuten vor dessen endgültigem Umzug in seine alte Heimat Gallizien, auf ein nicht konkret benanntes Eiland in der friesischen Karibik, welches seitdem nur unter dem beunruhigenden Namen La Isla Muerta bekannt ist.

Hier kamen irgendwie unter bisher nicht geklärten Umständen auch Blaschke und Fuhrmann ins Spiel. Die Inselchronik weist deutliche Lücken ob der Vorkommnisse auf , nur so viel ist sicher: Erste Demosongs wurden aufgenommen, der Grundstein der Unzucht war gelegt. Doch warum heißt der bandeigene Webshop, in dem heute Sympathisanten der Unzucht T-Shirts und Hardtickets bestellen, überhaupt„Caribbean Gothic“? Und was genau hat es mit dem Gothic Internat auf sich? Fragen, nichts als Fragen...

Das zweite Album, „Rosenkreuzer“ - benannt nach den Mitgliedern von Geheimbünden und mystischen Orden-überzeugt mit13 brandneuen Unzucht-Aufnahmen, darunter neben12 bisher unveröffentlichten Eigenkompositionen auch eine überraschende Coverversion des spanischen Rock-Klassikers Entre Dos Tierras von Héroes Del Silencio. Während textlich hauptsächlich schwere Themen wie Vergänglichkeit, Schmerz und Verlust verarbeitet werden, ist auch die Musik in jeglicher Hinsicht schwermütiger geworden als auf dem Albumdebüt„ Todsünde8“. Clevere Elektronik trifft auf Metalriffs und prügelnde Beats- über allem das düster-melancholische und kraftvolle Gesangstimbre von Frontmann Der Schulz.